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Artikel vom 09.08.2015:

 
Antrag: Reformierung der Sozial- und ordnungsbehördlichen Bestattungen
 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

hiermit beantragen wir eine Verbesserung der städtischen Bestattungsregularien in Hinsicht auf menschenwürdige Begräbnisse sozial benachteiligter Bürger bzw. die Bedürfnisse der Hinterbliebenen.

Begründung:

Der aktuelle Fall einer sogenannten Sozialbestattung, bei der einem Witwer das Aufstellen eines Grabsteines auf dem Neuen Friedhof versagt wurde, schlug hohe Wellen in der öffentlichen Wahrnehmung. Nach fast 60 Jahren Ehe weiß der alte Herr nicht einmal, wo genau sich das Grab seiner Frau befindet. Obwohl von Seiten der Stadt alle Satzungen und Vorschriften eingehalten wurden, gab Fröndenberg hier leider kein gutes Bild ab.

Wir bitten daher um Überprüfung, ob nicht zumindest eine teilanonyme Grabstelle für Sozialbestattungen möglich ist. Vorstellbar wären Kolumbarien oder Grasflächen für Urnen unter oder neben Bäumen mit einer Hinweistafel mit Namen der dort Beigesetzten, unter der Angehörige Blumen ablegen können.

Des Weiteren bitten wir um eine günstige, sozialverträgliche, aber humane Lösung für die sogenannten ordnungsbehördlichen Bestattungen, bei denen keine Angehörigen auffindbar sind.

Bislang wurden die jährlich rund zehn Fälle - hauptsächlich aus Heimeinrichtungen und dem JVK, aber auch langjährig in Fröndenberg Beheimatete - aus Kostengründen auf einem Friedhof in Hamm-Drechen  bestattet. Hier entfällt ebenfalls die Möglichkeit für nahestehende Personen, die Grabstelle besuchen oder von den Verstorbenen Abschied nehmen zu können. Die Verstorbenen sind nun nicht nur „entheimatet“, sondern auch namenlos.

Es muss möglich sein, auch für mittellose Menschen ohne Familie, die in Fröndenberg versterben, eine letzte Ruhestätte bereitzustellen. Ein Platz für eine Urne sollte sich doch auch kostenmäßig ermöglichen lassen.

Die Trauerkultur unserer Gesellschaft befindet sich bekanntlich in einem Wandel hin zu einer gewissen Sachlichkeit. Dessen ungeachtet ist es aus unserer Sicht unhaltbar und einer Stadt wie Fröndenberg nicht angemessen, Menschen, deren Angehörige nicht die Mittel für eine würdige Bestattung aufbringen können, oder deren Angehörige nicht auffindbar sind, nach ausschließlich kostengünstigen Kriterien zu bestatten oder gefühlt zu „entsorgen“ – egal wo, egal wie, aber immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Gerd Greczka

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